Reiseblog: Berlin – Ein Wochenendtrip in Zeiten von Corona

Am vergangenen Wochenende waren wir für 3 Tage in unserer wunderschönen Hauptstadt. Im Folgenden möchte ich euch vor allem daran teilhaben lassen, wie es ist in Zeiten von Corona zu reisen und mit welchen Einschränkungen man rechnen muss. Das dürfte für die meisten, die in nächster Zeit auch unterwegs sind, interessant sein. Viel Spass beim Lesen der nächsten Zeilen und bleibt gesund:

Freitag:

Am Freitagvormittag ging es vom Duisburger Hauptbahnhof aus, mit dem ICE, in Richtung Berlin. Sowohl mit Durchsagen, als auch auf den im Zug verteilten Bildschirm weist die Deutsche Bahn sehr vehement und regelmässig darauf hin, wie man sich Corona-bedingt aktuell zu verhalten hat. Die Bahnfahrt zeigte auch, dass der ein oder andere Mensch diese Hinweise leider immer noch benötigt, um sich richtig zu verhalten. So 4 Stunden Bahnfahrt mit Maske sind nicht ohne. Trotzdem sollte Jeder mittlerweile verstanden haben, dass es zum Eigen-aber auch Gemeinwohl absolute Pflicht ist.

In Berlin angekommen werden erstmal Tagestickets besorgt, um mobil zu sein. Als erstes geht es für uns zum Einchecken ins Hotel. Diesmal haben wir uns fürs Motel One nahe des Kadewe entschieden. Sowohl die Lage, als auch der Hotelkomfort entsprachen sehr unseren Vorstellungen.

Nach ein paar Minuten Entspannung ging es zu Fuss in Richtung Berliner Zoo. Der Hauptgrund für unseren Besuch waren die Pandabärjungen.

Wir hatten scheinbar richtig Glück. Aktuell werden nur beschränkt Menschen in den Panda Garden gelassen, je nach Menschenaufkommen. Wir kamen in den Genuss die beiden Pandakinder von nahem zu sehen. Noch dazu waren sie äusserst aktiv, was auch nicht unbedingt immer so ist. Nach einem kleinen Rundgang durch den Rest des Zoos, die verschiedenen Häuser sind aktuell Corona-bedingt übrigens geschlossen, ging es zum Shopping in Richtung Kudamm. Primark, Uniqlo, H&M, Pull and bear, Snipes, P&C und das Kadewe. Nahezu alle gewöhnlichen Shops sind hier zu finden und noch etwas mehr.

Auf den ein oder anderen Shop haben wir allerdings verzichtet, da man sich auf eine lange Wartezeit hätte einstellen müssen. Das war es uns nicht wert. Trotzdem sind wir natürlich ordentlich fündig geworden. Wie soll es auch anders sein in Berlin 😉

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotelzimmer ging es zum letzten Stop des Tages und einem der absoluten Highlights der Reise. Dafür machten wir uns auf den Weg in den Treptower Park. Ein wunderschöner, riesiger Park entlang der Spree.

Auf Höhe der Insel der Jugend befinden sich an der rechten Seite des Ufers einige Anleger. Darunter ein Restaurant und unser heutiges Ziel: der Badedampfer! Dabei handelt es sich um ein kleines Boot mit inintegriertem Hot Tub und einem Dach. Der Hot Tub bietet Platz für bis zu 6 Person, aktuell dürfen Corona-bedingt allerdings lediglich 2 Personen gleichzeitig mitfahren. Aus dem Pool heraus kann man Gas geben und das Ganze auch steuern. Mit angenehmen 5 km/h schippert man über die Spree und ist sein eigener kleiner Kapitän. Der Besitzer ist extrem nett und hilfsbereit. Er erklärte uns Steuerung und Co. leicht verständlich. Die Strecke führte an den Molecule Man vorbei bis zur Oberbaumbrücke. Gerade abends in den Sonnenuntergang hinein ein absolutes Erlebnis. Man erlebt etwas einzigartiges und kann dabei die Seele baumeln lassen. Nach 90 Minuten war der Spaß vorbei. Es hat uns unfassbar gut gefallen, sodass wir es garantiert beim nächsten Berlintrip wiederholen werden.

Somit war es ein toller Abschluss des ersten Reisetages. Wieder im Hotelzimmerangekommen fielen wir regelrecht erschöpft, aber glücklich, ins Bett.

Samstag:

Ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg, weiter durch Berlin zu streifen. Unser erstes Ziel war abermals das Kadewe, um uns dort beim Bäcker erstmal was zum frühstücken zu holen. Im Hotel gab es aktuell kein Frühstücksbuffet. Es gab lediglich die Möglichkeit sich ein stark beschränktes Frühstück abpacken zulassen. Das war für uns keine Option.

Mit Frühstück im Gepäck ging es vom Kadewe zum Bahnhof Zoo um von dort in Richtung Friedrichstrasse zu fahren. Dort ging es ins Shoppinggetümmel mit vor allem einem Ziel: Dussmann.

Ist das Kulturkaufhaus mit seinen 5 Etagen vor allem auf Bücher spezialisiert, so befindet sich im Erdgeschoss u.a. auch eine grosse Vinyl-Ecke. Die Auswahl und Vielfalt hier ist auf jeden Fall aussergewöhnlich. Allerdings muss man sich da auch erstmal zurechtfinden.

Ich bin relativ schnell fündig geworden. Meine Errungenschaften teile ich anbei mit euch.

Weiter ging es, zum Shopping in Richtung Hackescher Markt/ Hackesche Höfe. Dort standen u.a. Weekday und H&M ( Ein H&M mit Cafe im Hinterhof gibt es auch nicht aller Tage. Foto anbei) auf dem Plan. In der Ecke Berlins gibt es einige hippe Läden und vor allem auch einiges im Bereich Second Hand. Eigentlich stand der New Era Store auch noch weit oben auf unserer Liste. Speziell für mich als Cap-Süchtigen. Allerdings war der Store, auf Grund von Corona, leider geschlossen. Dann halt beim nächsten mal.

Dasselbe Bild erblickten wir leider auch beim HHV Store. Eine absolute Institution in Sachen Vinyls und Fashion. Für mich ein Muss bei jedem einzelnen Berlinbesuch. Auch wenn man nicht in Berlin ist, kann man auf jeden Fall mal einen Blick in den Online-Shop wagen. Es lohnt sich!

https://www.hhv.de/

Gottseidank gibt es in Friedrichshain einiges zu erleben. Es ging weiter zu Broke und Schön. Dann wurde am Boxhagener Platz etwas entspannt. Dort war am Samstag Markt. Dieser ist auch absolut einen Abstecher wert. Eine Menge an frischer Lebensmittel warten hier auf einen.

Ebenfalls zu empfelen ist Paletas. Hier gibt es frisches Eis am Stil. Ich entschied mich für Himbeer/Vanille, meine Frau für Kaffee/Creme. Wir waren beide total begeistert vom tollen Geschmack des Eis.

Weiter ging es in die, unweit gelegene, Eastside Mall. Ein ziemlich neues Shopping Center nahe der Oberbaumbrücke und der Eastside Gallery. Wie ich finde gibt es hier eine gelungene Mischung aus den Standardläden (Urban Outfitters, Bershka, Deichmann, H&M, Saturn…) und seltener vorkommenden Läden (Market, Uniqlo…).

https://www.eastsidemall.de

Nach einem erneuten, kurzen Gang über den Kudamm, um dort im H&M endlich das von mir langersehnte Stars Wars/ The Mandalorian Longsleeve ( Baby Yoda rules!) zuergattern, liefen wir, um ein bisschen runterzufahren, ins Hotelzimmer.

Wieder voller Energie ging es zu Five Guys. Ein voller Magen ist meiner Meinung nach immer noch am wichtigsten. Das Personal dort verhält sich übrigens sehr löblich. Es wird nämlich sehr stark auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet. Sehr gut!

Damit die zu sich genommenen Kalorien nicht direkt ansetzen, ging es auf einen kleinen Spaziergang zum letzten Stop des Tages. Unser Ziel war einer meiner absoluten Lieblingsorte in Berlin. Zwischen dem Kranzler Eck und Bahnhof Zoo liegen zwei liebevoll designte Volieren in denen einige unfassbar bunte Vögel sich herumtreiben. Dieser Ort ist perfekt zum abschalten im Grossstadtdschungel geeignet und für mich absolute Pflicht bei jedem unserer Berlin-Besuche.

Sonntag:

Wären wir auch schon beim letzten Tag des Wochenend-Trips angekommen. Als erstes machten wir uns auf den Weg in Richtung Ostbahnhof. Dort ging es an die Spree, zu einem für uns ganz besonderem Ort.

Von dort aus führte unser Weg entlang der Eastside Gallery in Richtung Oberbaumbrücke. Ein Weg den ich zum Spazieren wärmstens empfelen kann.

Als nächstes ging es in den Mauerpark, direkt neben dem Ludwig-Jahn-Sportpark (Für mich eines der schönsten Old-School-Stadien unseres Landes.). In Zeiten von Corona findet der sonntägliche Flohmarkt leider nicht statt, trotzdem waren einige Menschen im Park um die Seele baumeln zu lasseln oder zum Spaziergang mit der ganzen Familie. Ausserdem gibt es aktuell ein sehr sehenswertes George Floyd Graffitti zu begutachten.

Unser letzter Stop des Tages lag nicht weit entfernt vom Mauerpark. Somit sind wir ziemlich schnell in der Kulturbrauerei angekommen. Dort steht Sonntags immer Street Food an. Es sind aktuell etwas weniger Stände. Trotzdem lohnt sich ein Besuch, wenn man bereit ist für gutes, frisches Essen ein paar Euro mehr auszugeben.

Von dort aus ging es ins Hotel um unser Gepäck abzuholen und weiter zum Berliner HBF. Wenig später saßen wir im ICE Richtung Heimat.

Fazit:

Es war ein sehr unterhaltsames, abwechslungsreiches Wochenende. Die Corona-Einschränkungen kamen weniger zum tragen, als ich es gedacht hätte. Klar. Der ein oder andere Mitmensch tut sich schwer, die aktuellen Regelungen zu beachten. Dies war allerdings in deutlich geringer Anzahl zu spüren, als ich es vorher befürchtet hatte. Auch der ein oder andere Laden war geschlossen oder man hätte sich zu lange anstellen müssen. Das ist für mein Empfinden allerdings zweitrangig. Überstrahlt wird das Ganze von einem extrem positiven Gefühl. Man ist einfach froh und dankbar wieder ein bisschen Normalität und Abwechslung vorzufinden!

4 Kommentare zu „Reiseblog: Berlin – Ein Wochenendtrip in Zeiten von Corona

  1. Jahn- Sportpark… was gefällt Dir denn an dem? Die bunten Sitze wie bei Fortuna? 🙂
    Ich war mal vor ewigen Zeiten dort, als Türkyiemspor dort Gastgeber war. Da gab es drinnen noch Mobiliar original DDR 🙂 Hatte was…

    Gefällt 1 Person

    1. Ah wie cool. Wollte immer mal zu nem Spiel. War nur leider bisher nie, wenn wir in Berlin waren.

      Ach mehrere Dinge. Ja die Sitze finde ich machen was her. Steh aber auch generell einfach auf altmodische, weitläufige Stadien mit Laufbahn. Ausserdem haben es die Flutlichtmasten mir angetan 😉😅

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: