F95 vs. SC Paderborn – Ohne Fans nichts los

Nun ist es also wirklich passiert. Der Ball rollt wieder in der Fussball-Bundesliga. Ohne Zuschauer standen sich heute meine glorreiche Fortuna und die biederen Ostwestfalen aus Paderborn gegenüber. Die Rahmenbedingungen sind schnell zusammen gefasst. Keine Stimmung, dafür waren die Anweisungen, vor allem der beiden Trainer, laut zu vernehmen. Bedingt durch die genannten Punkte fällt es schwer, das Gesehene richtig zu bewerten. Ich werde trotzdem einen Versuch starten:

Das Spiel begann besser als erwartet. Zumindest was Einsatz und Willen auf Seiten der Rot-Weissen anging. Spielfluss darf man nach einer solangen Unterbrechung, ohne richtige Vorbereitung, nicht erwarten. Dafür wurden die Paderborner früh angelaufen und somit ein geordneter Spielaufbau, in den meisten Fällen, früh gestoppt. Kamen die Gäste, wider Erwarten, mal in Richtung F95 Strafraum, so war spätestens an unserer Defensive kein Vorbeikommen.

Im Vorwärtsgang zeigten sich die Fortunen, bemessen an der langen Spielpause, besser in Schuss, als befürchtet. Gerade Berisha und Stöger wussten mit Qualität und Einsatzwillen zu überzeugen. So war es auch kein Zufall, dass Berisha die erste grosse Chance des Spiels einleitete. Seine Vorarbeit konnte Zimmermann leider nicht erfolgreich vollenden. Wenige Minuten später, in der 17. Spielminute, war es dann Berisha selbst. Schön von Suttner in Szene gesetzt ging sein abgefälschter Schuss leider an den Pfosten. Auch Thommy ( 26. Spielminute) und Ayhan (32. Spielminute / Aussenpfosten) machten es nicht besser.

Von Paderborn kam in der 1. Halbzeit erschreckend wenig. Bis auf eines harmlosen Freistosses und einer brenzligen Situation am F95 Strafraum, verursacht durch einen Abwehrfehler, kam nichts nennenswertes von den Ostwestfalen.

Die 2. Halbzeit begann etwas verhalten und brauchte knapp 20 Minuten um wieder Fahrt aufzunehmen. Bis zur 66. Spielminute. Hier war es wieder einmal Valon Berisha. Sein gefährlicher Kopfball ging allerdings leider nur an die Latte und vom Rücken des Paderborner Torhüters, Leopold Zingerle, nicht ins Tor. Wieder Aluminium Pech!

Trotzdem war es eine Art Initialzündung für die Fortuna. Angestoßen durch die Riesen-Chance Berishas war mehr Tempo und Spielfluss bei den Rot-Weissen zu beobachten. War die erste Halbzeit, vor allem was Einsatz und Willen angeht, vollkommen okay nach der langen Corona-bedingten Pause, sah das Ganze in den letzten fast 30 Minuten auch fußballerisch wieder besser aus. Trotzdem blieb es ungekrönt. Die letzte Nennenswerte Offensivaktion der Fortuna kam dann in der 80. Spielminute vom eingewechselten Skrzybski. Der Leihspieler vom FC Schalke traf allerdings nur den Pfosten. Somit standen insgesamt vier Aluminium-Treffer für die Fortuna zu Buche.

In der 87. Spielminute wäre es, Fortuna-typisch, fast noch knüppeldick gekommen. Trifft Antwi-Adjei das quasi leere Tor, hätte man die hemische Arena ohne Punkt verlassen. Das selbst der eine Punkt äußerst schmeichelhaft für die Gäste aus Paderborn ist, hätte dann erst recht keine Rolle gespielt.

So ist es immerhin ein Punkt für die glorreiche Diva vom Rhein geworden. Spielt im ersten Moment etwas Enttäuschung mit, so weiß man nicht, was der Punkt im Abstiegskampf vielleicht noch wert ist. Die Bremer müssen am Montag gegen Leverkusen auch erstmal punkten. Ausserdem weiß ja keiner, wie lange diese Saison überhaupt noch gespielt wird. Werbung für weitere Geisterspiele war das heute nicht.

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